Brief an den Bischof und Bekenner Adelphius

Von Athanasius (295-373)

Unsers heiligen Vaters Athanasius,Erzbischofes zu Alexandrien, Brief an den Bischof und Bekenner Adelphius, gegen die Arianer.Nachdem wir das Schreiben deiner Gottseligkeit durchlesen hatten, gaben wir zwar deinem frommen Glauben an Christum wahrhaft unsern Beifall, und priesen vor Allem Gott, welcher dir diese Gnade verlieh, daß du rechtgläubige Gesinnungen hegest, und die Ränke des Teufels, so viel als möglich, kennst, wunderten uns aber über die Verkehrtheit der Ketzer, indem wir sahen, wie sie in einen solchen Abgrund der Gottlosigkeit versunken sind, daß sie nicht einmal mehr ihre Sinne gesund erhalten, sondern eine durchaus verderbte Seele haben. Diese Verwegenheit ist aber eine Eingebung des Teufels, und eine Nachahmung der gottlosen Juden. Denn wie jene, nachdem sie von allen Seiten widerlegt waren, Gründe gegen sich selbst ersannen, bloß um den Herrn zu läugnen, und die Weissagungen gegen sich selbst anzuführen; eben so ersinnen auch diese, da sie sich allenthalben gebrandmarkt und ihre Ketzerei von Allen verabscheuet sehen, Verbrechen, um in dem Kampfe gegen die Wahrheit nicht abzulassen, und wahrhaft Christi Feinde zu bleiben. Denn woher ist bei ihnen auch dieses Verbrechen gekommen? Wie haben sie es überhaupt gewagt, diese neue Lästerung gegen den Heiland auszusprechen? Allein der Gottlose ist, wie bekannt, etwas Böses, und wahrhaft verwerflich hinsichtlich des Glaubens. Denn anfangs läugneten sie die Gottheit des eingebornen Sohnes Gottes, und nahmen den Schein an, doch wenigstens seine Ankunft im Fleische anzuerkennen, jetzt aber ließen sie, indem sie allmählich tiefer herabstiegen, auch diese ihre Meinung fahren, und wurden gänzlich Gottesläugner, so daß sie ihn weder als Gott anerkennen, noch glauben, daß er Mensch geworden ist. Denn glaubten sie es, so würden sie nicht solche Dinge gesprochen haben, welche deine Frömmigkeit gegen sie niederschrieb.

Du nun, Geliebter und wahrhaft Ersehntester, hast der Ueberlieferung der Kirche und der Religion Christi ganz entsprechend gehandelt, da du diese Leute widerlegtest, ermahntest und zurecht wiesest. Weil sie aber auf Antrieb ihres Vaters, des Teufels, es nicht erkannt und nicht eingesehen haben, sondern wie geschrieben steht, im Finstern wandeln; so sollen sie von deiner Frömmigkeit lernen, daß ihre verkehrte Ansicht die des Valentinus, Marcion und Manichäus sey, von welchen die Einen anstatt der Wahrheit bloßen Schein einführten, die Andern aber das Untheilbare theilten, und folgende Schriftstelle läugneten. „Das Wort ist Fleisch geworden, und hat unter uns gewohnt.“ Warum erben sie also, da sie dasselbe, wie jene denken, nicht auch ihre Namen? Denn es ist billig, daß sie auch die Namen derjenigen haben, deren schlechte Ansicht sie behaupten, so daß sie künftighin Valentinianer, Marcionisten und Manichäer genannt werden. Denn vielleicht werden sie sich wenigstens dieser berüchtigten Namen schämen, und einzusehen vermögen, in welchen Abgrund der Gottlosigkeit sie gerathen sind. Es wäre zwar gerecht gewesen, ihnen nichts mehr zu antworten, nach der Ermahnung des Apostels: „Einen ketzerischen Menschen meide, wenn du ihn ein und das anderemal zurecht gewiesen hast, überzeugt, daß ein solcher verkehrt ist, und sündiget, so daß er sich selbst verurtheilet;“ zumal, da auch der Prophet von solchen sagt: „Der Thor wird Thorheit reden, und sein Herz wird Eitles denken.“ Allein weil auch sie, nach dem Beispiele ihres Führers, wie Löwen umher gehen und suchen, wen sie von den Unbehutsamen verschlingen, darum wurde es für uns nothwendig, deiner Frömmigkeit entgegen zu schreiben, damit die Brüder, durch deine Mahnung abermals unterwiesen, immer mehr und mehr die Nichtigkeit des Geschwätzes jener Menschen einsehen.

Beten wir nicht ein Geschöpf an? Keineswegs, denn ein solcher Irrthum ist die Sache der Heiden und der Arianer; sondern wir beten den Herrn der Schöpfung, das Fleisch gewordene Wort Gottes an. Denn wenn auch das Fleisch selbst, an und für sich betrachtet, ein Theil der Geschöpfe ist, so ist es dennoch Gottes Leib geworden. Wir trennen aber den Leib nicht von dem Worte und beten ihn nicht für sich an, und wir entfernen, wenn wir das Wort anbeten wollen, dasselbe nicht von dem Fleische, sondern wir erkennen, weil wir, wie wir oben bemerkt haben, den Ausspruch: „Das Wort ist Fleisch geworden,“ wohl wissen, dieses auch, da es im Fleische ist, als Gott an. Wer ist nun so unverständig, daß er zu dem Herrn sagen würde: Weiche von dem Körper, damit ich dich anbete? Oder wer ist so gottlos, daß er mit den thörichten Juden wegen des Leibes zu ihm sagen möchte: „Warum machst du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott?“ Aber kein solcher war jener Aussätzige; denn er fiel anbetend vor Gott, welcher im Leibe war, nieder, und erkannte, daß er Gott war, mit den Worten: „Herr! wenn du willst, so kannst du mich reinigen.“ Und er hielt weder das Wort Gottes wegen des Fleisches für ein Geschöpf, noch achtete er, weil das Wort der Schöpfer der ganzen Schöpfung ist, das Fleisch, das es angezogen hatte, gering, sondern betete den Schöpfer des Weltalls wie in einem geschaffenen Tempel an, und wurde gereiniget. So glaubte auch das Weib, welches am Blutfiusse litt, und wurde bloß durch die Berührung des Saumes seines Kleides geheilt; so gehorchte auch das von Wogen schäumende Meer dem Fleisch gewordenen Worte, und hörte auf zu stürmen; so wurde der Blindgeborne durch den Speichel des Fleisches von dem Worte geheilt. Was aber noch größer und wunderbarer ist, (denn vielleicht war dieses für jene höchst gottlosen Menschen eine Ursache des Aergernisses,) während der Herr an dem Kreuze hing, (denn es war sein Leib, und in ihm war das Wort), verfinsterte sich die Sonne, bebte die Erde, spalteten sich die Felsen, riß der Vorhang des Tempels entzwei, und viele Leiber der Heiligen, welche entschlafen waren, standen auf.

Dieses geschah, und Niemand trug, wie jetzt die Arianer es wagen, ein Bedenken, ob man dem Fleisch gewordenen Worte glauben und gehorchen sollte; sondern da sie den Menschen ansahen, erkannten sie ihn als ihren Schöpfer; und da sie die menschliche Stimme hörten, sagten sie wegen der menschlichen Natur nicht, daß das Wort ein Geschöpf sey ; sondern zitterten vielmehr, und erkannten nichts geringeres, als daß er aus einem heiligen Tempel redete. Warum also fürchten sich die Gottlosen nicht, sie möchten, „weil sie es nicht achteten, Kenntniß von Gott zu haben, dahingegeben werden in einen verworfenen Sinn, zu thun, was sich nicht geziemt?“ Denn die Schöpfung betet nicht ein Geschöpf an, und weigerte sich auch nicht wegen des Fleisches ihren Herrn anzubeten; sondern sie sah im Leibe ihren Schöpfer, und im Namen Jesu beugten und beugen sich alle Kniee derer, die im Himmel und auf der Erde und unter der Erde sind, und alle Zungen werden bekennen, obschon es den Arianern nicht gefällt, daß Jesus Christus der Herr sey, zur Ehre Gottes des Vaters. Denn das Fleisch hat dem Worte keine Unehre gebracht; dieß sey fern! sondern das Fleisch ist vielmehr von jenem verherrlichet worden. So hat auch der Sohn, als er, obwohl er göttlicher Natur war, die Gestalt eines Knechtes annahm, von seiner Gottheit nichts verloren, sondern ist vielmehr der Befreier des gesammten Fleisches und der ganzen Schöpfung geworden. Und wenn Gott seinen Sohn, aus einem Weibe geboren, gesandt hat, so bringt uns dieser Umstand keine Unehre, sondern vielmehr Ruhm und große Gnade. Denn er ist Mensch geworden, um uns durch sich selbst göttlich zu machen; und er ist aus einem Weibe gestaltet, und aus einer Jungfrau geboren worden, um unsern irrenden Ursprung auf sich selbst überzutragen, und uns für die Zukunft zu einem heiligen Geschlechte und der göttlichen Natur theilhaftig zu machen, wie der selige Petrus schrieb:, „da dieß dem Gesetze unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt ward, so hat Gott seinen Sohn in der Gestalt des sündhaften Fleisches gesandt, und um der Sünden willen die Sünde im Fleische verdammt.“

Scheinen also diejenigen, die das Fleisch, welches von dem Worte angenommen wurde, damit alle Menschen erlöset, alle von den Todten auferweckt und von den Sünden befreit würden, gering achten, oder wegen des Fleisches von dem Sohne Gottes schmähend behaupten, daß er etwas Gemachtes oder Geschaffenes sey, scheinen diese nicht undankbar, und sind sie nicht alles Hasses würdig? Denn sie rufen beinahe zu Gott: Sende deinen eingebornen Sohn nicht im Fleische; laß ihn nicht aus einer Jungfrau Fleisch annehmen, damit er uns nicht von dem Tode und von der Sünde erlöse. Wir wollen nicht, daß er im Leibe geboren werde, damit er nicht den Tod für uns auf sich nehme; wir wollen nicht, daß das Wort Fleisch werde, damit es nicht in demselben unser Mittler werde, und damit wir nicht zu dir gelangen, und die himmlischen Wohnungen bewohnen. Die Pforten des Himmels sollen geschlossen werden, damit nicht dein Wort durch die Hülle seines Fleisches uns den Weg in die Himmel erneue. Dieses nun sind ihre Worte, welche sie mit teuflischer Frechheit aussprechen, mit welcher sie auch die verkehrten Ansichten erdacht haben. Denn die, welche das Fleisch gewordene Wort nicht anbeten wollen, beweisen sich undankbar gegen dessen Güte, mit der er die menschliche Natur angenommen hat; und die, welche das Wort von dem Fleische trennen, glauben, daß es durchaus keine Erlösung von der Sünde und keine Vernichtung des Todes gebe. Wo aber werden überhaupt die Gottlosen das Fleisch, welches der Heiland angenommen hat, für sich abgesondert finden, so daß sie sich sogar erfrechen zu sagen: Wir beten nicht den Herrn zugleich mit dem Fleische an, sondern trennen den Leib, und dienen dem Herrn allein?“ Der selige Stephanus sah den Herrn zur Rechten stehen; und die Engel sprachen zu den Jüngern: „Er wird eben so wieder kommen, wie ihr ihn hingehen sahet, in den Himmel.“ Ja auch der Herr selbst sagte, da er zum Vater redete: „Ich will, daß da, wo ich bin, auch sie immer bei mir seyen.“ Wenn also das Fleisch durchaus nicht von dem Worte getrennt werden kann; müssen dann jene nicht entweder ihren Irrthum ablegen, und endlich den Vater im Namen unsers Herrn Jesu Christi anbeten, oder, wenn sie das Fleisch gewordene Wort nicht anbeten, und ihm nicht dienen wollen, von allen verworfen, und nicht mehr für Christen gehalten, sondern entweder unter die Heiden oder unter die Juden gezählt werden?

Dieses also ist, wie wir oben bemerkt haben, der Unsinn und die Verwegenheit jener Menschen. Unser Glaube aber ist der richtige, er ist aus der Lehre der Apostel und der Ueberlieferung der Väter entnommen, und durch das Ansehen des neuen und des alten Testamentes bewährt. Die Propheten nämlich sagen: „Sende aus dein Wort und deine Wahrheit;“ und: „Sehet! eine Jungfrau wird empfangen, und einen Sohn gebären, und sie werden ihn Emmanuel nennen, das heißt in unserer Sprache, Gott mit uns.“ Was aber will dieses anders sagen, als daß Gott im Fleische geboren worden sey? Die Ueberlieferung der Apostel aber lehrt dasselbe, indem nämlich der selige Petrus spricht: „Da nun Christus im Fleische für uns gelitten hat;“ Paulus aber schreibt: „Und daß wir entgegenharren sollen der seligen Hoffnung und der Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi, welcher sich selbst für uns hingegeben hat, damit er uns erlösete von aller Sünde, und uns reinigte zu seinem eigenthümlichen Volke, welches eifrig in guten Werken wäre.“ Wie würde er sich nun für uns hingegeben haben, wenn er nicht Fleisch getragen hätte? Denn dadurch, daß er dieses darbrachte, gab er sich für uns hin, damit er in demselben den Tod erlitte, und so dem Teufel, der des Todes Gewalt hatte, die Macht nähme. Daher danken wir auch immer im Namen Jesu Christi, und verschmähen die Gnade nicht, die uns durch ihn zu Theil geworden ist. Denn die Erscheinung des Heilandes im Fleische war das Lösegeld für den Tod und die Erlösung der ganzen Schöpfung. Demnach, Geliebtester und Ersehntester! sollen diejenigen, welche den Herrn lieben, durch das Gesagte erinnert, diejenigen aber, welche den Judas nachahmen, und den Herrn verlassen, um dem Kaiphas zu folgen, daraus eines bessern belehrt werden, wenn sie je wollen, und sich je schämen. Sie sollen also wissen, daß wir, wenn wir den Herrn im Fleische anbeten, kein Geschöpf anbeten, sondern den Schöpfer, welcher den geschaffenen Leib angezogen hat, wie wir oben gesagt haben.

Ich wünschte aber, daß deine Frömmigkeit dieselben um Folgendes fragen möchte: Als die Israeliten den Befehl erhielten, hinaufzugehen nach Jerusalem, um anzubeten in dem Tempel des Herrn, wo die Bundeslade war und oben über derselben die Cherubim der Herrlichkeit den Gnadenthron überschatteten, thaten sie hierin recht oder das Gegentheil? Thaten sie nicht recht; warum wurden diejenigen, welche dieses Gesetz nicht achteten, bestraft? Denn es steht geschrieben: „Wer es nicht achtet und nicht hinaufgeht, der soll ausgerottet werden aus dem Volke.“ Thaten sie aber recht, und wurden sie dadurch Gott wohlgefällig, wie verdienen dann die lasterhaften Arianer, die schändlichsten unter allen Ketzern, nicht tausendmal den Tod, da sie das alte Volk wegen seiner Verehrung gegen den Tempel loben, den Herrn aber, der doch im Fleische wie in einem Tempel ist, nicht anbeten wollen? Uyd doch war der alte Tempel aus Steinen und Gold, gleichsam als ein Schatten, erbaut; nachdem aber die Wahrheit angekommen war, hörte endlich das Vorbild auf, und es blieb in demselben, nach dem Ausspruche des Herrn, kein Stein auf dem andern, so daß er nicht zerstört worden wäre. Und jene glaubten, da sie den Tempel aus Steinen ansahen, nicht, daß der Herr, welcher in demselben redete, ein Geschöpf sey, noch gingen sie, da sie den Tempel nicht mehr achteten, weit hinweg, um anzubeten; sondern sie gingen in denselben hinein, und dienten gesetzmäßig Gott, welcher aus dem Tempel Orakel gab. Da aber dieses der Fall ist, wie verdient dann der höchst heilige und wahrhaft höchst verehrungswürdige Leib des Herrn, welcher von dem Erzengel Gabriel verkündiget, von dem heiligen Geiste gestaltet, und das Kleid des Wortes geworden ist, nicht Anbethung? Das Wort heilte durch Ausstreckung der leiblichen Hand das am Fieber darniederliegende Weib, erweckte durch Aussprechung menschlicher Worte den Lazarus von den Todten, stürzte durch Ausstreckung der Hände am Kreuze den Fürsten, der da herrscht in der Lust, und jetzt in den Kindern des Unglaubens wirkt, und reinigte uns den Weg zu den Himmeln.

Wer also den Tempel verachtet, der verachtet auch den Herrn, welcher in dem Tempel ist; und wer das Wort von dem Leibe trennt, der verschmäht die Gnade, welche uns durch denselben verliehen wurde. Die höchst gottlosen Ariomaniten sollen, weil der Leib geschaffen ist, darum nicht glauben, daß auch das Wort ein Geschöpf sey, und deßwegen, weil das Wort kein Geschöpf ist, den Leib desselben nicht schmählich herabwürdigen. Denn man muß sich über ihre Verkehrtheit wundern, vermöge welcher sie nicht nur Alles verwirren und unter einander werfen, sondern auch Anlässe ersinnen, bloß, um den Schöpfer den Geschöpfen beizählen zu können. Allein sie sollen hören: Wenn das Wort ein Geschöpf wäre, so hätte es den erschaffenen Leib nicht angenommen, um demselben das Leben zu geben. Denn welche Hilfe kann den Geschöpfen von einem Geschöpfe zu Theil werden, welches selbst der Erlösung bedarf? Aber weil das Wort, als Schöpfer, selbst der Werkmeister der Geschöpfe war, deßwegen hat es am Ende der Zeiten selbst das Geschöpf angezogen, damit es wieder selbst, als Schöpfer, dasselbe erneuern und wieder herstellen könnte. Ein Geschöpf aber würde niemals von einem andern Geschöpfe erlöset worden seyn, wie auch die Geschöpfe von einem Geschöpfe nicht hätten erschaffen werden können, wenn nicht das Wort der Schöpfer gewesen wäre. Daher sollen sie die göttlichen Schriften nicht mehr verdrehen, und nicht die Unbehutsamen unter den Brüdem ärgern, sondern, wenn sie je wollen, auch selbst ihre Gesinnung ändern, und ferner nicht mehr lieber der Schöpfung, als Gott dem Schöpfer aller Dinge, dienen. Wollen sie aber in ihrer Gottlosigkeit verharren, so sollen sie allein von ihr sich anstecken lassen, und nicht, wie ihr Vater der Teufel, deßwegen mit den Zähnen knirschen, weil der Glaube der katholischen Kirche Gottes Wort als den Schöpfer und Urheber aller Dinge anerkennt, und wir wissen, daß das Wort im Anfange war, und daß das Wort bei Gott war, und weil wir es, nachdem es unsers Heiles wegen Mensch geworden ist, anbeten, nicht als wenn es in dem gleichen Leibe gleich geworden wäre, sondern als Herrn, welcher Knechtes-Gestalt angenommen hat, und als Werkmeister und Schöpfer, welcher in einem Geschöpfe geboren werden wollte, um in demselben Alles zu erlösen, die Welt dem Vater darzubringen, und allenthalben Frieden zu stiften, sowohl im Himmel als auch auf Erden. Denn so erkennen wir auch seine väterliche Gottheit, und beten seine Gegenwart im Fleische an, wenn auch die Arianer darüber zerbersten. Grüße mir Alle, welche unsern Herrn Jesum Christum lieben. Wir wünschen, daß es dir wohl ergehe und daß du bei dem Herrn unser gedenkest, Geliebter und wahrhaft Ersehntester! Wenn es nöthig ist, so möge dieses auch dem Priester Hierakas vorgelesen werden.

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