Die serbische Jungfrau

Lange Wimpern an Militzens Augen Ueberschatten ihre rothen Wangen, Rothen Wangen und ihr weisses Antlitz. Schon drei Jahre hatt ich hingeblicket, Konnt ihr nimmer in die Augen schauen, Schwarzen Augen noch in`s weisse Antlitz. Drob ich sammelt einen Jungfrauenreihen, Und ihm Reihen Militza, die Jungfrau, Ob ich wohl ihr in die Augen schaute. Wie der Reihen auf dem Rasen tanzte, War es heiter; plötzlich sich`s bewölkte, Aus den Wolken fuhr der Blitze Leuchten. Alle Mädchen schauten nach dem Himmel, Doch nicht schaute Militza, die Jungfrau, Sondern vor sich auf den grünen Rasen. Leise flüsterten zu ihr die Jungfraun: Militza, du wunderliches Mädchen! Bist du thöricht oder überweise? Immer schaust du mit uns nach den Wolken, Wo die goldnen Blitze wiederleuchten. Da entgegnet Militza, die Jungfrau: Bin nicht thöricht, bin nicht überweise, Keine Wila, dass ich Wolken sammle, Bin ein Mädchen, dass ich vor mich schaue.

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