Das Grab an der Morawa

An dem Ufer der Morawa Graseten zwei schwarze Rosse. Spricht das eine zu dem andern: Lieber möcht ich in den Krieg ziehn, Als durch die Morawa waten! Denn es ist ein tükisch Wasser, Riss noch gestern fort den Knaben, Heute warf`s ihn aus am Ufer. Hätt er eine rechte Mutter, Käm ihr heute das Gerüchte, Morgen würde sie es wissen, Uebermorgen ihn begraben. Aber fremd ist seine Mutter; Ueber`s Jahr kommt`s ihr zu Ohren, Ueber zwei Jahr wird sie`s wissen. Und zum Grab im dritten kommen. Hohes Gras wächst auf dem Grabe, Grüner Klee bis an die Knie. Waten drin zwei bunte Pfauen, Wohl zwei Pfauen und zwei Hennen Und vier junge lust`ge Pfäulein. Zwischen sitzt die schöne Hüt`rin, Angethan mit kruzem Röckchen Und mit schmuckem Silbergürtel.

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